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Notruf 112


Einschneller und präziser Notruf ist das entscheidende Glied in der Rettungskette. Die Feuerwehr Kamen wird jährlich zu über 200 Notfällen der unterschiedlichsten Art gerufen. Sie kann aber nur schnellhelfen, wenn sie ohne Umwege und mit den richtigen Angaben alarmiert wird. Das sollte in jedem Fall über den Notruf 112 geschehen.

Notruf, aber richtig!

   
Ruhe bewahren !  
Sprechen Sie ruhig und deutlich  
Wer meldet sich ?  
Melden Sie sich mit Namen und Aufenthaltsort; evt. Telefonnummer angeben.
Was ist passiert ?  
Schildern Sie was passiert ist , was brennt , oder welche Verletzungen vorliegen.
Wo ist es passiert ?  
Geben Sie die Straße und die Hausnummer an, ggf. besondere Örtlichkeiten wie: Etagen- oder Appartment-Nr., evtl. Hinterhöfe, Keller etc. Gibt es besondere Zufahrten?
Wieviele verletzte Personen ?  
Geben Sie die Anzahl derverletzten/erkrankten Personen an. Versuchen Sie die Verletzung/Erkrankung zu beschreiben.
Warten Sie auf Rückfragen der Leitstelle !  
Warten Sie, ob die Leitstelle Rückfragen hat oder bis diese das Gespräch beendet.
Die Feuerwehr einweisen !  
Warten Sie das Eintreffen der Feuerwehr / des Rettungsdienstes ab und weisen Sie die anrückenden Kräfte an der Einsatzstelle ein.

 

Grundsatz:
   
Ruhe Bewahren !!!

... und schnell, aber überlegt  handeln.

Ruhiges und besonnenes Handeln kann Menschleben retten.

Angst ist ansteckend !

Angst und Panik führt zu Fehlhandlungen und somit zur Gefährdung von Menschenleben. ( In den meisten Fällen, in denen die Feuerwehr Menschen mittels Drehleitern und Fluchthauben aus ihren Wohnungen "retten" muß, liegen solche Fehlreaktionen vor.)
 

Wichtigste Erstmaßnahme im Brandfall:

1. TüREN UND FENSTER SCHLIESSEN !!!

Geschlossene Türen und Fenster können Leben retten, denn die Ausbreitung des Brandrauches (Rauchmelder) kann so verhindert werden.

  • Nicht versuchen bereits verqualmte Rettungswege zu passieren! 
    Nicht durch den verqualmten Treppenraum flüchten (Gefahr der Rauchvergiftung).

     

  • In der Wohnung bleiben! Türen geschlossen halten! 
    Notfalls noch zusätzlich mit feuchten Tüchern o.ä. abdichten.

     

  • Zu einem Fenster oder Balkon gehen und sich dort bemerkbar machen. 
    Die Feuerwehr rettet Sie dann. 

     

  • Niemals aus dem Fenster springen ! Es sei denn, die Feuerwehr hat ein Sprungpolster aufgebaut und fordert dazu auf, in das Sprungpolster zu springen.

     

  • Befindet man sich in einem verqualmten Raum, so muß man tief auf den Boden hinunter. Hier befinden sich  meist noch atembare Luft und erträgliche Temperaturen.

     

  • Ein nasses Tuch vor Mund und Nase ist vorübergehend ein behelfsmäßiger Schutz. Im Brandrauch enthaltene wasserlösliche Stoffe werden so im feuchten Tuch gebunden und  die Schleimhäute werden nicht ganz so stark gereizt - fehlender Sauerstoff wird dadurch jedoch nicht ersetzt.

     

  • Zur besseren Orientierung an der Wand entlang tasten. So findet man leichter eine rettende Tür.

     

  • Nach verlassen eines verqualmten Raumes Türen sofort schließen. Man verhindert so die Rauchausbreitung, sichert den Rettungsweg auch für andere und verlangsamt die Brandausbreitung.

     

  • Niemals einen Aufzug benutzen! Aufzüge können zu Todesfallen werden. Sie können stecken bleiben oder in verqualmten Bereichen anhalten, was zur Folge hat, dass die Türen nicht mehr schließen, da durch den Rauch die Lichtschranken blockiert sind.

 

2. Feuermeldung

Ohne Rücksicht auf den Umfang des Brandes  unverzüglich die Feuerwehr verständigen! Beim Anruf ruhig und deutlich sprechen. (siehe oben)
 

3. Menschenrettung

Nach Möglichkeit sollen alle Hausbewohner alarmiert und gewarnt werden - zuerst natürlich die, die direkt vom Brand betroffen sind. Verletzten oder gehbehinderten Hausbewohnern beim Verlassen des Gebäudes helfen. Nicht durch verqualmte Treppenräume das Haus verlassen. Keine Aufzüge benutzen.
 

4. Brandbekämpfung

Wenn die Möglichkeit  besteht, kann jeder auch selbst eine Brandbekämpfung einleiten, denn in der Entstehungsphase eines  Brandes reicht zum Löschen  der Inhalt eines Wasserglases aus. Nach einer Minute  benötigt man schon einen Eimer voll Wasser, und wenn die Feuerwehr nach 6-7 Minuten eintrifft, reichen oft ein- bis zweihundert Liter nicht aus.

Brandbekämpfung aber nur durchführen, wenn das eigene Leben nicht gefährdet wird. Dabei Vorsicht beim öffnen von Türen! Es besteht die Gefahr der Stichflammenbildung (flash-over) . In gebückter Haltung vorgehen. Den Rückzugsweg freihalten. Wird ein Löschversuch abgebrochen, sofort wieder die Tür des Brandraumes schließen.
 

5. Einweisung der Feuerwehr

Wenn das Haus verlassen wurde, bitte die Feuerwehr an der Straße erwarten und einweisen. Unter Umständen wird so wertvolle Zeit zur Menschenrettung oder Brandbekämpfung gewonnen.

112

Die Kampagne „Notruf europaweit:112“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums des Innern und desDeutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Bundesweit wurden 150.000 Plakate fürdie Aufklärungsarbeit an die Feuerwehren verteilt.

Ausführliche Informationen findenSie im Internet unter www.dfv.org/notruf.

 

 

 

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